Unsere Mitglieder
Die Österreichische Gesellschaft e.V. Düsseldorf informiert.
Unter den Mitgliedern der Österreichischen Gesellschaft finden sich interessante Menschen mit besonderen Begabungen, außergewöhnlichen Hobbies, spannenden Berufen und verantwortungsvollen Tätigkeiten. Nach und nach stellen wir einige vor.
Christine Hesse
Jedes Design zeigt, wofür wir stehen
Design ist kein Trend, sondern Ausdruck von Kultur. Ich glaube, dass gutes Design mehr kann, als nur schön zu sein. Es macht sichtbar, wofür wir stehen und was wir weitergeben wollen.
Seit über 30 Jahren arbeite ich als geschäftsführende Gesellschafterin der Hesse GmbH, gemeinsam mit meinem Partner und internationalen Teams genau daran. Unter anderen für Unternehmen wie Bosch, die Stadt Düsseldorf, die Robert Bosch Stiftung, Swarovski oder das ZDF. Über 150 nationale und internationale Auszeichnungen sind das messbare Ergebnis. Aber was mich wirklich antreibt, liegt tiefer: Storytelling durch Design ist für mich kein Trend, sondern ein Ausdruck von Kultur. Von dem, was wir mit unseren Möglichkeiten schaffen und wie wir sein wollen.
Dieses Denken teile ich auch gerne in Vorträgen, Workshops und im Hörsaal. Nach meinem Lehrauftrag an der FH Düsseldorf lehre ich seit 2016 als Gastprofessorin am SIVA in Shanghai. Eine Verbindung, die mich immer wieder neu überrascht und bereichert.
Ich lebe in Düsseldorf, aber meine Wurzeln liegen in Tirol und ich habe sie nie wirklich hinter mir gelassen. Im Gegenteil, mit der Marke noosha, meinem jüngsten Projekt, ist daraus etwas sehr Persönliches entstanden: es verbindet die Kräuterkunde meiner Großmutter mit dem Wissen der Traditionellen Chinesischen Medizin und des Ayurveda. Ausgleichende Tees mit adaptogenen Kräutern, für Menschen, die als Vielbeschäftigte genauso wie ich gelernt haben, dass die bewusste Pause keine verlorene Zeit ist, sondern oft die produktivste des Tages.
Und vielleicht liegt in einer kleinen Pause mehr Zukunft, als wir denken.
Prof. Robert Fleck: Wien-Paris-Düsseldorf
Ich werde regelmäßig gefragt, welches Land ich als meine Heimat empfinde, oder, konkreter, zu welcher Mannschaft ich bei einem Fußballspiel Frankreich-Österreich halte. Da brauche ich nicht nachzudenken: „Frankreich“. Geboren bin ich im Juli 1957 neun Monate nach dem Abzug der alliierten Truppen in der ehemaligen sowjetischen Zone in Wien und ging von 1962 bis 1967 in die Volksschule des Lycée francais de Vienne, habe also lesen und schreiben in französischer Sprache gelernt. Nach der Matura im Theresianum ging es dann zum Studium nach Paris.
In Paris gab es ein Niveau von Kunst, Künstlern, Philosophen und Historikern, das man sich zu diesem Zeitpunkt in Wien nicht vorstellen konnte. Ich studierte bis zum Ende ihrer Lehrtätigkeit bei Michel Foucault und Gilles Deleuze. Das wiederum machte mich für Otto Schulmeister, den Herausgeber der „Presse“ in Wien und Doyen des Journalismus in Österreich, interessant, der mich als Autor holte. „Die Presse“ wurde 1848 in der Wiener Revolution als Pendant der ersten großen französischen Zeitung „La Presse“ gegründet. Da weiß man, dass man als Autor eine Verantwortung für das Herkunftsland hat. Theodor Herzl hatte jahrelang die gleiche Aufgabe ausgeübt, auch Stefan Zweig hatte da geschrieben. Gleichzeitig war ich durch meine frühen Studienjahre den Künstlerinnen und Künstlern in Österreich, zunächst in meiner Generation, gleichzeitig auch Franz West und etwas später Maria Lassnig, sehr vertrauensvoll verbunden. Ich schrieb über sie aus Paris in internationalen Kunstzeitschriften, was aus Wien undenkbar war, stellte sie in Frankreich aus, hatte aber ansonsten das Leben eines Privatschriftstellers in Paris, das ganz wunderbar ist, wenn man jeden Tag schreibt, über Kunst und andere Dinge, und von den Publikationshonoraren ganz gut leben kann.
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Der entscheidende Moment kam, als im Frühjahr 1991 Bundesminister Dr. Rudolf Scholten mich in Wien fragte, ob ich – zeitgleich mit Dr. Cathrin Pichler – den ersten „Bundeskunstkurator“ in Österreich machen würde, mit heute umgerechnet einer Million Euro pro Jahr ausgestattet, zur freien Vergabe, ohne vorgeschaltete Kommission, um die österreichische Kunst international weiterzubringen. „Befristet auf zweieinhalb Jahre. Nicht verlängerbar. Sie haben freie Hand. Wenn Sie da nichts hinbekommen, sind Sie in der Kunstwelt unten durch.“ Das gibt es nur in Wien und in den (ehemaligen k.u.k.) Ministerien rund um den Ballhausplatz. Für einen „Auslandsösterreicher“, wie mich die eigenen Kollegen in „Die Presse“ nun nannten, hat dieser exponierte Job zweifellos die Tür in den internationalen Kunstbetrieb weit geöffnet.
In den 1990er Jahren ergaben sich Ausstellungen und Projekte in zehn Ländern pro Jahr, 1998 zeitgleich die Hundertjahresausstellung der Wiener Secession und die zweite Ausgabe der Manifesta – Europäische Biennale junger Kunst in Luxemburg, im gleichen Jahr Direktor des Internationalen Post-Graduate Programms an der Kunsthochschule in Nantes, 2000-2003 Direktor der Kunsthochschule in Nantes, ab 2002 Beauftragter für Kunst im öffentlichen Raum für die Neue Straßenbahn in Paris, 2004 bis 2008 Direktor der Deichtorhallen Hamburg und Mitbegründer des Hauses der Photographie, 2007 Kommissär des österreichischen Pavillons der Biennale Venedig (Künstler: Herbert Brandl, zuletzt jahrelang der renommierteste lebende Künstler in Österreich), 2009 bis 2012 Intendant der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn, 2012 bis 2025 Professor für Kunst und Öffentlichkeit an der Kunstakademie Düsseldorf, Leiter der Ausstellungen und der Sammlungen und 2013 bis 2023 Prorektor an der Kunstakademie Düsseldorf.
Ich wurde im Juli 2025 an der Kunstakademie Düsseldorf emeritiert, teile meine Zeit zwischen dem Hauptwohnsitz in der Bretagne (seit 1992, seit 1994 mit meiner Ehefrau Patricia, gleichfalls weltgereist, und unserer Tochter Eva) und Düsseldorf, wo viele Projekte sind, u.a. mit der neu gegründeten Mack Foundation, auch mit vielen ehemaligen Studierenden aus der Kunstakademie, sowie Wien, wo es mich etwa vier Tage pro Monat hinzieht, für die Betreuung mehrerer sehr bedeutender Nachlässe und die Arbeit mit Künstlerinnen und Künstlern, wobei wir uns auch bei den jüngeren lange kennen.
Wenn ich in Wien bin, sind das nicht nur herzliche Treffen, sondern es sind die mir vertrauten Wege im 4.-14. Bezirk ohne Smartphone, aus der Erinnerung. Das ist keine Nostalgie, einfach eine schöne Erfahrung.
Aufgewachsen bin ich im zweiten Bezirk, Praterstraße 36, im früheren Judenviertel. Dieser Umstand wurde auch bei uns erst nach der US-Fernsehserie „Holocaust“ thematisiert. Wir hatten damals wieder zwei jüdische Nachbarsfamilien, die unter Bundeskanzler Kreisky dahin zurückgezogen waren. Meine Mutter sagte immer: „So gute Nachbarn hatten wir nie zuvor.“ Als ich im September 1980 nach Paris ging, sagte mir meine Mutter am Telefon, sie werde so dafür im Haus kritisiert, „wir haben mit unserem Steuergeld seine Ausbildung bezahlt und dann geht er ins Ausland und Sie lassen das zu!“ (Wien, wie es ist.) Die beiden jüdischen Nachbarinnen hätten im Angesicht aller anderen zu ihr gesagt: „Aber wir haben doch immer unsere besten Leute nach Paris geschickt.“
Pascal Christiaens
Als Volunteer ein Pionier
Ich bin Unternehmer, Berater und Gründer der internationalen Plattform Volunteer World, einem digitalen Marktplatz für nachhaltige Freiwilligenprogramme und gesellschaftliches Engagement weltweit. Volunteer World verbindet soziale und ökologische Projekte in über 80 Ländern mit engagierten Menschen aus Europa, Nordamerika und darüber hinaus.
Jedes Jahr bringen wir tausende Freiwillige mit gemeinnützigen Organisationen zusammen. Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf der Zusammenarbeit im deutschsprachigen Raum. Neben Deutschland zählen auch Österreich und die Schweiz zu den wichtigsten Herkunftsländern der Freiwilligen auf der Plattform. Durch diese grenzüberschreitende Vernetzung tragen wir dazu bei, das gesellschaftliches Engagement junger Menschen im gesamten DACH-Raum zu fördern und internationale Projekte für Freiwillige aus Österreich stärker zugänglich zu machen.
Für meine unternehmerische Arbeit wurde ich mehrfach international ausgezeichnet, unter anderem von Forbes („30 under 30“), dem Wirtschaftsmagazin Capital („40 unter 40“) sowie im Rahmen von Programmen der Obama Foundation und der Atlantik-Brücke, die junge Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft vernetzen.
Neben meiner unternehmerischen Tätigkeit engagiere ich mich in Netzwerken des transatlantischen Dialogs und setze mich für internationale Zusammenarbeit, gesellschaftliche Verantwortung und mutige Innovationen ein.
Das segensreiche Wirken der Familie Kerschbaumer
Wussten Sie, dass die Österreichische Gesellschaft einen Archäologen in ihren Reihen hat? Und dass dessen Mutter stolze Trägerin von mehreren Verdienstorden ist?
Aber der Reihe nach: Es stimmt, Herr Sebastian Kerschbaumer hat in Innsbruck ein Studium der Vor- und Frühgeschichte absolviert und war danach in mehreren Museen und Archiven im In- und Ausland tätig. Dann aber musste er wegen eines Augenleidens seine berufliche Karriere aufgeben. Er ist seitdem extrem lichtempfindlich, kann aber weiterhin – wenn auch unter großen Mühen – lesen. Vor ein paar Jahren führte ihn sein nach wie vor großer Lesehunger in die Justizvollzugsanstalt Ulmer Höh‘, und zwar als Archäologe. Das kam so:
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Das über hundert Jahre alte Düsseldorfer Gefängnis bereitete sich darauf vor, seinen Standort nach Ratingen zu verlegen. Vorher jedoch sollte seine wechselvolle Geschichte aufgearbeitet werden. Da bot sich Sebastian Kerschbaumer an, das Archiv des Hauses und andere Quellen nach verwertbarem Material zu durchforsten. Daraus ist seine sehr lesenswerte Broschüre „Eine Ära geht zu Ende – Justizvollzugs-anstalt Ulmer Höh‘ 1893-2012“ entstanden.
Die Geschichte beginnt im Jahr 1890 mit dem Bau eines Gebäudekomplexes mit kreuzförmigem Grundriss. Vorbilder waren der Kölner Klingelpütz und Berlin Moabit. Die Broschüre beschreibt in sehr lebendiger Weise die verschiedenen Abteilungen. Es werden die Probleme geschildert, ein solches Haus zu verwalten. Alkoholiker sind anders zu behandeln als Gewaltverbrecher oder Sexualattentäter, wie geht man mit Terroristen um? Besonders heikel sind Gefangenentransporte, da kann viel passieren. Thema des Buches sind aber auch die seelsorgliche und psychologische Betreuung, nicht nur der Insassen.
Besondere Kapitel widmet Sebastian Kerschbaumer der Nazi-Zeit und den 70-er, 80-er Jahren, als es mit dem Terrorismus losging. Und natürlich darf auch eine Liste von besonders spektakulären Knastbrüdern nicht fehlen, wie der frühe Nazi-Attentäter Leo Albert Schlageter, der Vampir von Düsseldorf Peter Kürten, der RAF-Terrorist Andreas Baader, der später in Stuttgart-Stammheim gelandet ist.
Zur Ulmer Höh‘ gehören aber auch Außenstellen, zum Beispiel die Frauen-Abschiebehaft in Neuss. Und damit kommen wir zur Mutter des Autors der obigen Broschüre, Margret Kerschbaumer. Diese war dort etliche Jahre ehrenamtlich tätig, um junge Frauen zu betreuen. Die hatten nichts verbrochen, man wollte lediglich ihr heimliches Abtauchen verhindern. Und da gehörte zu ihrer Arbeit als Ehrenamtliche auch das Lukrieren von Geld und Sachspenden. Besonders großzügig erwiesen sich die Mitglieder des Meerbuscher Rotary-Clubs. Frau Kerschbaumer meint, ihr hätte dabei ihr österreichischer Zungenschlag – sie kommt aus der Steiermark – geholfen, da fühlten sich die Rotarischen Freunde gleich wie im Urlaub und öffneten ihre Brieftaschen. Mit dem Geld konnte eine Küche angeschafft werden, wo die Bewohnerinnen ihre geliebten heimischen Speisen zubereiten können. Peek & Cloppenburg spendeten Wäsche und Kleidung, die Firma Henkel half mit Hygieneartikeln.
Doch damit nicht genug, Frau Margret Kerschbaumer hat ihren Fleiß und ihre Kreativität auch in ihrer Pfarrgemeinde Meerbusch-Büderich unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Unzählige Jahrgänge der Pfarrnachrichten gehen auf ihr Konto. Das Lay-Out anfangs recht mühsam von Hand zusammengefummelt, später halfen ihr ihre exzellenten PC-Fertigkeiten.
All dies blieb natürlich auf Dauer nicht unbemerkt. Weder in der Stadtgemeinde Meerbusch, weder beim Erzbistum Köln, noch beim damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler, von allen hat sie Verdienstmedaillen erhalten. Am allerstolzesten ist sie aber auf ein Verdienstkreuz, das ihr von Papst Benedikt verliehen wurde. Und noch eine Kleinigkeit zum Schluss: Frau Kerschbaumer ist auch Gartenkünstlerin. Ende 2024 wurde ihr liebevoll gestalteter Vorgarten mit einem ersten Preis ausgezeichnet.
Karl Heinz Marschner
Das historische Maschinen-Labor
des Karl Heinz Marschner
Die meisten von Ihnen kennen mein Faible für die Kunstgeschichte des Mittelalters und haben vermutlich die eine oder andere meiner Kirchenführungen miterlebt. Es gibt aber noch ein anderes Steckenpferd, mit dem ich viel Zeit verbringe. Seit Beginn meines Berufslebens als Maschinenbauingenieur habe ich davon geträumt, irgendwann einmal naturgetreue Nachbildungen von historischen Maschinen im Miniaturformat herzustellen. Ein paar Jahre, bevor ich in den Ruhestand getreten bin, war es dann soweit. Ich konnte beginnen, mir in meinem Keller eine kleine, aber sehr feine mechanische Werkstatt einzurichten.
Meine wichtigsten Maschinen sind eine robuste Tischfräsmaschine mit CNC-Steuerung und eine stabile Mechaniker-Drehbank. Letztere ist ein englisches Fabrikat, das im vereinigten Königreich geradezu Kultstatus genießt. Hier zwei Fotos:
1 – K. H. Marschner und seine Fräsmaschine GOLmatic
2 – Drehbank Myford
Modellbau ist ein sehr anspruchsvolles Hobby, das muss man auch als studierter Ingenieur erst mal erlernen, und es braucht extrem viel Geduld. Ich habe deshalb klein angefangen. Die Fotos 3-5 zeigen meine Erstlingswerke.
3 – Zwei Ventile und ein Namensschild
4 – Drei Stirling-Motore
5 – Drei Dampftraktörchen
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Diese Anfänger-Modellchen habe ich nach vorhandenen Zeichnungen gebaut. Sie sind nicht nur sehr schön geworden, sie funktionieren auch, und ich habe sehr viel dabei gelernt. Vor allem das Arbeiten mit einer computergesteuerten Fräsmaschine war für mich komplettes Neuland, es erspart aber sehr viel Zeit und Mühe. Ich habe mich deshalb entschlossen, auch meine Drehbank auf CNC-Steuerung umzubauen, in Eigenkonstruktion. Darauf bin ich besonders stolz, denn der Umbau ist ausgesprochen elegant geworden.
Als Modellbauer hat man ein Riesenproblem: Man muss einerseits sehr viele Fertigkeiten sicher beherrschen können: Drehen, Fräsen, allgemeine Metall- und Holzbearbeitung, Schleifen. Blechverarbeitung, Verarbeitung von Rohren, Hartlöten, Spritzlackieren. Anderseits hat man aber kaum die Chance, auch nur bei einer dieser Tätigkeiten wirkliche Routine zu erlangen. Hinzu kommt das Entwerfen und Bauen von Vorrichtungen, ohne die man viele Bauteile gar nicht herstellen kann. Die Folge: Alles dauert sehr, sehr lange, und hin und wieder passieren Missgeschicke.
Egal, ich hatte jetzt genug Erfahrung gesammelt, um mich an größere Dinge zu wagen. Zur Zeit arbeite ich an zwei Projekten gleichzeitig. Beide sind schon relativ weit gediehen. Das Foto 6 zeigt ein englisches Feuerwehrfahrzeug von Shand & Mason aus dem Jahr 1898 im Maßstab 1:6.
Das Original wurde von zwei Pferden gezogen. Die Hinterräder des Modells haben 200 mm Durchmesser. Sämtliche Teile habe ich nach Zeichnungen selbst gebaut, die Zeichnungen habe ich aus dem Fachhandel bezogen. Es gibt aber auch Modellbauer, die gehen ins Museum, vermessen eines der ausgestellten Objekte und entwickeln daraus selbst ihre Modellzeichnungen.
Beim zweiten Modell habe ich es mir etwas einfacher gemacht. Es handelt sich um eine Dampfzugmaschine, wie sie vor 100 Jahren in der Landwirtschaft, aber auch von den Zirkussen zum Transport der Artisten, der wilden Tiere und aller Gerätschaften eingesetzt wurden (siehe Foto 7: Burrel Dampfzugmaschine im Massstab 1:6).
Die Hinterräder haben 300 mm Durchmesser. Das Biest wiegt zirka 90 kg. Für diese Maschine habe ich von einer englischen Firma Bausätze aus fertig bearbeiteten Teilen bezogen, ich musste also nur noch montieren. Das hört sich einfach an, ist es aber ganz und gar nicht. Abgesehen davon, dass ich immer mal wieder von den Vorgaben abgewichen bin, weil mir das eine oder andere nicht gefallen hat, die Montage war eine elende Fummelei. Und manche der vielen Teile passten eben doch nicht zusammen, da war dann Ingenieurskunst gefordert und eine gut ausgestattete Werkstatt. Die Teile beim Hersteller zu reklamieren wäre wegen der großen Entfernung viel zu mühsam gewesen, da handelt man besser nach dem Motto „Dem Ingeniör ist nichts zu schwör“.
Vor ein paar Wochen kam dann der große Moment: Ich habe den Kessel mit Druckluft gefüllt, den Dampfregler (ein kleines Hebelchen ganz oben) ein klein wenig geöffnet, danach ein Griff ans Schwungrad, und siehe da: Die Maschine begann unter leisem Schnaufen ganz von selbst zu laufen.
Die nächsten Schritte: Die schwere Maschine aus dem Keller auf die Terrasse schaffen, den Tender und den Kessel mit Wasser füllen, mit Anthrazit-Kohle einheizen und hoffen, dass genug Dampf entsteht, um das Gefährt von ganz allein ein paar Runden drehen zu lassen. Danach muss das gute Stück wieder zurück in den Keller und muss dort nochmals komplett zerlegt werden, um die einzelnen Teile zu lackieren bzw. elektrolytisch zu beschichten.
Nach der endgültigen Montage soll die Steam Traction Engine auf einem kleinen Podest in unserer Eingangsdiele landen. Und dann wird sie auch einen Namen haben: „The Spirit of Urdenbach“
6 – Feuerwehrfahrzeug Shand & Mason
7 – Dampfzugmaschine Burrel
Die Gappmaier’sche Bienenzucht
2020 habe ich mit einem einzigen Bienenvolk unter schwierigen (Corona-)Bedingungen begonnen. Heute bewirtschafte ich bereits 14 Bienenvölker in meinem Garten und an zwei Außenplätzen.
Neben dem großen Nutzen der Bienen für unsere Umwelt als Bestäuber habe ich diesen auch persönlich durch das jährliche Ernten des überschüssigen Honigs. Honig ist annähernd viele hundert Jahre haltbar, also ein unkaputtbares natürliches Lebensmittel. Ein unverfälschtes Geschenk der Natur.
Imker Hubert Gappmaier, Moers
Honig aus Moers
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Die Imkerei ist ein reizvolles Hobby mit faszinierenden Wesen. Es gibt in Deutschland neben den Honigbienen noch etwa 600 Wildbienenarten, wovon viele vom Aussterben bedroht sind. Die völkerbildende Honigbiene ist zwar nicht unmittelbar vom Aussterben bedroht, aber wegen eingeschleppter Parasiten (u.a. Varroamilbe, asiatische Hornisse) auf menschliche Hilfe angewiesen.
Über das Wesen der Bienen gibt es unzählige Literatur und auch ich kann inzwischen stundenlang darüber reden. Das geht inzwischen so weit, dass ich beim Katholischen Bildungsforum in Kamp-Lintfort einen Kurs über Bienenhaltung gebe.
Kosten und Zeitaufwand für dieses ebenso sinnvolle wie schöne Hobby halten sich in Grenzen. In der Zeit zwischen der Salweidenblüte bis etwa zur Sommersonnenwende bin ich in der Regel einmal pro Woche zur Kontrolle und Arbeit am Bienenstand, jedes Mal mit Faszination und großer Freude.
Bienenzucht im Garten
Keine Angst, die tun nix
Waren die Bienen fleißig?
Verdiente Mitglieder der ÖGD
Ehrenmitglieder
- Lilli Rievel, Ehrenpräsidentin †
- Dipl. Ing. Franz Dechant †
- Dipl. Ing. Edmund Brameshuber †
- Dipl. Ing. Arno Feierle
- Dr. Astrid von Pichler, Ehrenpräsidentin
Träger von Ehrenzeichen des Weltbundes
- Dipl. Ing. Franz Dechant †
- Dipl. Ing. Edmund Brameshuber †
- Arno Feierle
- Dr. Astrid von Pichler
- Erika Feierle
- Heidi Hauser
- Dipl.-Ing. Karl Heinz Marschner
- Susanne Traschler
Bisherige Präsidenten
1952 – 1955 Dr. Ernst Oppacher
1955 – 1958 Dipl.-Ing. Ludwig Uhl
1958 – 1963 Dr. Max Schmidt
1963 – 1965 Karl Haissig
1965 – 1972 Dipl.-Ing. Dr. Peter Riemer
1972 – 1978 Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Thomich
1978 – 1984 Dipl.-Ing. Franz Dechant
1984 – 1984 Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Thomich
1985 – 1990 Dipl.-Ing. Arno Feierle
1990 – 1992 Dipl.-Ing. Hanns Feichtner
1992 – 1994 Dipl.-Ing. Edmund Brameshuber
1994 – 1994 Dr. Koch
1994 – 1996 Waltraut Klopp
1996 – 2000 Dipl.-Ing. Arno Feierle
2000 – 2010 Dr. Astrid von Pichler
2010 – 2014 Dipl.-Ing. Karl Heinz Marschner
2014 – 2023 Susanne Traschler
ab 2023 Gerald Sonnleitner
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